Vielleicht stellt man sich unter der Vulkaneifel eine Landschaft mit Kegeln aus längst vergangenen Zeiten vor und könnte dann zuerst enttäuscht sein. Denn hier hat eine andere Art von Vulkanausbruch stattgefunden und der Zahn der Zeit hat die Erdoberfläche auch verändert. Die Zeugnisse vulkanischer Tätigkeit sind nur noch in Form von sogenannten Maaren zu erkennen.
Durch den Ausbruch entstanden Trichter, die nach und nach in sich zusammenrutschten und mit Grund- und Regenwasser füllten. In der Vulkaneifel sind nur noch folgende mit Wasser gefüllt: Meerfelder Maar, Gemündener Maar, Weinfelder Maar, Schalkenmehrener Maar, Pulvermaar, Holzmaar,Immerather Maar und Ulmener Maar. Mit der Zeit sind die restlichen bekannten Maare verlandet und tragen Name wie z.B. Dürres Maar oder Hinkels-Maar. Nur ein einziger Krater ist erhalten, der Windsborner Krater westlich von Manderscheid(einziger Kratersee nördlich der Alpen).
Eine weitere landschaftsprägende Kraft ist die Lieser. Sie hat im laufe von Jahrhunderten ein beeindruckendes Tal geschaffen. Insbesondere von Daun über Manderscheid nach Wittlich. Auch ein Grund für den Eifeler Wanderverein hier einen Wanderpfad einzurichten.
Für die erste Wanderung wählten wir den zweiten Teilabschnitt des Lieserpfades von Manderscheid nach Wittlich.
Der Einstieg ist am Parkplatz an der L 16. Hier hat man auch gleich einen wunderschönen Ausblick auf die Wahrzeichen von Manderscheid, die Unter- und Oberburg.
Der Weg führt sofort durch Laubwald und mündet nach 200 m in einen Pfad, der abwechslungsreich und leicht bergab weiterführt. Auf dem Weg liegen mehrere Schutzhütten von denen wir einen direkten Blick ins Tal und auf den bunten Laubwald haben.
Diese Hütten heißen Pelenzkanzel, Schmitt-Hütte, Robertskanzel und Weifelsjunk.
Alle laden zum verweilen, ausschau halten und genießen der Ruhe ein. Denn weit und breit ist keine Straße, man läuft wirklich durch Natur pur. Ca. 1,5 km hinter der Weifelsjunk-Hütte überqueren wir die Lieser über die Falbach-Brücke. Ab hier gehts nun 700m bergauf zum Beilseit und queren die Lieser nach weiteren 2km am Biederburgfelsen. Nach 12km treffen wir auf eine Straße, die einzige Stelle des Lieserpfades mit Straßenkontakt. Denn nach 100m sind wir wieder im Wald verschwunden. Vor Wittlich bietet sich noch eine Einkehrmöglichkeit an, die Alte Pleiner Mühle. Nun geht es weiter nach Wittlich, die Lieser immer neben uns, bis eine Brücke in das Stadtzentrum von Wittlich führt. Es ist eine lebhafte kleine Stadt mit vielen Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten. Das Bier schmeckt uns nach so einer Wanderung besonders gut. Um den Busbahnhof zu finden, muss die ganze Innenstadt durchquert werden und nach einer kurvenreichen Busfahrt kommen wir wieder in Manderscheid an.
Ausgangspunkt: Schalkenmehren Gästeparkplatz
Von der Hauptstraße führt ein Weg nach links zum Maar. Hinter dem Minigolfplatz halten wir uns links bergauf und treffen auf die Landstraße (Manderscheid-Daun). Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich eine Aussichtsplattform mit Blick auf das Weinfelder Maar(Totenmaar) und der Weinfelder Kirche am anderen Ufer.
Am südlichen Hang des Weinfelder Maares geht es weiter. Nach einem kurzen Stück durch Laubwald erreichen wir einen weiteren Aussichtspunkt und nach 500m den Dronketurm, einen ca.20 m hohen Aussichtsturm. Von ihm hat man einen schönen Rundblick und auf der Brüstung sind alle Sichten erläutert.
Auf dem folgenden Weg mit seinen Abzweigungen orientieren wir uns immer westlich und erreichen so das Maarcafé. Hier bietet sich ein kurzer Blick auf das Gemündener Maar. Über den nördlichen Fahrweg laufen wir in Richtung Parkplatz. Folgen dem Wegweiser Schalkenmehrener Maar bergauf, am Skilift geradeaus weiter und an der Weinfelder Kirche unterhalb vorbei. Parallel zur Landstraße laufen wir weiter und queren die Straße als das Schalkenmehrener Maar in Sicht kommt. In nordöstliche Richtung zeigt ein unscheinbarer Wegweiser zum Maarkreuz. Der Weg umrundet nun das Maar und führt direkt nach Schalkenmehren. Wir folgen der Hauptstraße, vorbei an der Kirche, bis zum Gästeparkplatz.
Diese Wanderung wurde vom Maarmuseum in Manderscheid angeboten. Die Führung erfolgte durch eine Geologin, die uns in sehr anschaulicher Art und Weise die geologischen Zusammenhänge der Eifel näher brachte.
Ausgangspunkt: Heidesmühle
Der Weg führt zunächst links der Kleinen Kyll entlang in südliche Richtung. Nach kurzer Zeit sind wir im Buchenwald eingetaucht und nur noch das Rauschen des Baches ist zu hören. Nach 3km überqueren wir die Kleine Kyll. Hier sind sehr gut die sogenannten Spülsteine zu sehen. Wir halten uns rechts, bis links an einer Schautafel ein Weg durch die Wolfsschlucht abzweigt. Hier ist sehr gut der Lavafluss zu sehen.
Oberhalb der Schlucht laufen wir über den Horngraben und an dem Wegesrand sind mehrere Ameisenhügel zu sehen. (Man wird an das Buch „Flucht der Ameisen“ von Ulrich C. Schreiber erinnert.) Nach 300m laufen wir rechts weiter durch die Feldflur bergauf zum Mosenberg, bis rechts ein ehemaliger Steinbruch zu sehen ist. Durch den Abbau sind die geologischen Schichten freigelegt und die Abläufe während eines Vulkanausbruches sind gut zu erkennen. Nach 1 km folgen wir einem Wegweiser in Richtung Windsborn-Krater und dem hochgelegenen Ausblick direkt zum Kratersee. Nach einer Fotopause führt der Weg wieder bergab zum nördlich gelegenen Parkplatz, mit Blick auf das fast ausgetrocknete Hinkels-Maar. Am Ende des Parkplatzes geht es weiter in östliche Richtung durch die Feldfluren. Nach zwei Kehren führt der Weg durch ein Waldgebiet und direkt zur Heidesmühle.
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